Großkontrolle in Bad Oeynhausen: Polizei stoppt Raser, Lkw‑Sünder – und einen betrunkenen E‑Scooter‑Fahrer

Bad Oeynhausen. Der große Verkehrsknall in Bad Oeynhausen: Schon früh am Freitagmorgen rückte die Polizei aus – und was als Routinekontrolle begann, entpuppte sich als wahre Sündenparade auf den Straßen der Stadt. Vor einem Altenheim und einem Kindergarten, wo Tempo 30 eigentlich heilig sein sollte, rauschten etliche Fahrer viel zu flott vorbei. 26 Verwarnungen, sieben Anzeigen, dazu Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz und ein Lkw, dessen Ladung offenbar nur vom Zufall zusammengehalten wurde – die Beamten hatten alle Hände voll zu tun. Eine Messanlage blitzte zusätzlich rund 2.300 Fahrzeuge und erwischte dabei über 300 weitere Temposünder. Für viele dürfte dieser Freitag ein teurer Start ins Wochenende gewesen sein.

Doch der Tag war noch lange nicht vorbei. Gegen 22:10 Uhr geriet ein 50‑jähriger Bad Oeynhausener in der Fußgängerzone ins Rampenlicht – auf einem E‑Scooter. Als er den Streifenwagen sah, stieg er hastig ab und schob das Gefährt, als könne er sich so unsichtbar machen. Ein Versuch, der gründlich scheiterte. Die Beamten rochen Alkohol, der Atemtest bestätigte den Verdacht, und ein zusätzlicher Drogenvortest schlug ebenfalls an. Der Mann wurde zur Blutprobe mitgenommen und durfte seinen Scooter nur noch schieben – nach Hause.

Auch Radfahrer bekamen ihr Fett weg: Acht Verstöße, darunter Handy am Lenker, Fahren ohne Licht und in der falschen Richtung. Selbst ein Pedelec-Fahrer war dabei. Und vier weitere E‑Scooter‑Fahrer mussten zahlen, weil sie auf der falschen Straßenseite unterwegs waren.

Ein Tag, der zeigt: In Bad Oeynhausen war am Freitag wirklich alles unterwegs – nur nicht unbedingt regelkonform.

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