CDU fordert Klartext: Wie belastet ist Löhnes Jugendamt wirklich?
In Löhne rumort es gewaltig: Die CDU-Fraktion schlägt Alarm und fordert von der Stadtverwaltung klare Antworten zur Lage im Allgemeinen Sozialen Dienst im Jugendamt. Denn was in der jüngsten Beschlussvorlage 410/2025 steht, klingt nach Dauerstress im Jugendamt: steigende Fallzahlen, mehr Kinderschutzfälle, mehr Inobhutnahmen, mehr Hilfen zur Erziehung – und das alles gleichzeitig.
Die Christdemokraten wollen jetzt wissen, ob der ASD überhaupt noch hinterherkommt oder längst am Limit arbeitet. In einer umfangreichen Anfrage an Bürgermeister und Verwaltung verlangt die Fraktion knallharte Fakten: Wie viele Mitarbeitende sind überhaupt noch da? Wie viele sind krank? Wie viele haben kaum Berufserfahrung? Und vor allem: Wie viele Fachkräfte bräuchte es eigentlich, um die Flut an Fällen rechtssicher zu bewältigen?
Auch die Organisation wird unter die Lupe genommen: Gibt es ein funktionierendes Eingangsmanagement? Wer stemmt den Bereitschaftsdienst? Werden Spezialaufgaben wie Pflegekinderdienst oder Jugendstrafhilfe überhaupt noch getrennt bearbeitet – oder macht jeder alles? Und wie steht es um den Kinderschutz: Gibt es speziell geschulte Fachkräfte für besonders heikle Fälle?
Selbst die Digitalisierung kommt auf den Prüfstand – von digitaler Akte bis mobilem Arbeiten. Doch damit nicht genug: Die CDU will wissen, ob die gesetzlich vorgeschriebene Stelle des Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII besetzt ist, wie weit die Organisationsentwicklung vorangeschritten ist und ob die Zusammenarbeit mit der Eingliederungshilfe funktioniert.
Außerdem interessiert sie, wo die Verwaltung selbst die größten Lücken in der Jugendhilfe sieht – etwa bei Wohngruppen, Familienhilfen oder therapeutischen Angeboten. Und schließlich geht’s ums Geld: Wie viel wurde im letzten Jahr für Fortbildungen ausgegeben, welche Themen standen im Fokus und wie viele Mitarbeitende haben überhaupt daran teilgenommen?
Die CDU-Fraktion fordert Antworten in der nächsten Ratssitzung – und macht damit klar: Beim Thema Kinderschutz und Jugendhilfe will sie keine vagen Aussagen mehr, sondern volle Transparenz. Denn eines ist sicher: Die Fallzahlen steigen weiter, und Löhne muss wissen, ob der ASD dafür gerüstet ist.
Bild: Symbolfoto
