Vorhang auf für eine neue Spielzeit voller Musik und Märchen!

1001 Nacht, Schneekönigin und venezianischer Karneval: Staatsbadorchester startet mit prallem Programm in die neue Spielzeit

Bad Oeynhausen. In der Wandelhalle wird wieder groß aufgespielt! Das Staatsbadorchester geht mit zahlreichen Sonderkonzerten, beliebten Kooperationen und einigen Neuerungen in die Spielzeit 2026/2027. Von orientalischen Nächten über Weihnachtsmärchen bis zum venezianischen Karneval ist einiges dabei. Eine Änderung werden die Besucher allerdings am Portemonnaie merken: Für die Sonderkonzerte wird künftig Eintritt verlangt.

Das Staatsbadorchester blickt auf eine lange Tradition zurück und gehört seit der Gründung des Kurortes zum kulturellen Leben des Heilbades. Unter der Leitung von Denise Gruber absolviert das international besetzte Ensemble rund 300 Konzerte pro Jahr.

Auch abseits des regulären Konzertbetriebs mischen die Musiker kräftig mit. Beim Seniorennachmittag, bei den Kulturdetektiven und bei der Kulturnacht ist das Staatsbadorchester regelmäßig vertreten. Rund 25.000 Gäste besuchen nach Angaben des Staatsbades jährlich die Veranstaltungen in der Wandelhalle.

Ein Hauch von 1001 Nacht

Los geht das Sonderprogramm am 24. Oktober. Dann verwandelt sich die Wandelhalle in eine Welt aus 1001 Nacht. Orientalische Erzählungen aus der Sammlung von Sheherazade werden vom Staatsbadorchester musikalisch begleitet und vom Erzählkreis des Märchenmuseums zum Leben erweckt. Zusätzlich präsentiert die Künstlerin Jumalia orientalischen Tanz.

In der Adventszeit wird es dann richtig weihnachtlich. Am 5. Dezember sind junge Künstlerinnen und Künstler eingeladen, selbst auf der Bühne mitzuwirken und eigene Ideen einzubringen.

Am 12. Dezember trifft Musik auf Märchen und Tanz. Schülerinnen und Schüler aus den Ballettschulen von Iris Witte begleiten Hans Christian Andersens „Schneekönigin“ mit Choreografien.

Eine Woche später, am 19. Dezember, hält Charles Dickens Einzug in die Wandelhalle. Mitglieder des Erzählkreises des Märchenmuseums schlüpfen in die Rollen seiner Weihnachtsgeschichte, während Marlies Obalski bei Scrooge die Rolle der Vorleserin übernimmt.

Kurz vor dem Fest wird es noch einmal feierlich. Am 23. Dezember stimmt das finale Weihnachtskonzert auf Heiligabend ein.

Von Wien direkt zum Karneval in Venedig

Nach der Orchesterpause vom 24. Dezember bis zum 1. Januar startet das neue Jahr schwungvoll. Am 9. Januar 2027 steht das Neujahrskonzert ganz im Wiener Stil auf dem Programm.

Närrisch wird es am 7. und 8. Februar. Dann feiert das Staatsbadorchester mit dem „Carnevale Veneziano“ die fünfte Jahreszeit. Tanzen ist dabei ausdrücklich willkommen.

Am Ostermontag, 29. März, wird schließlich der Frühling begrüßt. Gemeinsam mit dem Erzählkreis präsentiert das Staatsbadorchester die schönsten Frühlingsmärchen.

Christina Langhorst vom Erzählkreis bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem Staatsbadorchester als „Ritterschlag“. Was auf der Bühne spielerisch und locker wirke, erfordere auf beiden Seiten monatelange Vorbereitung. Das gemeinsam erreichte Niveau könne sich inzwischen „sehen und hören lassen“.

Die große Neuerung: Sonderkonzerte kosten Eintritt

So viel Aufwand hat künftig allerdings seinen Preis. Ab dem Sonderkonzert am 24. Oktober werden Eintrittskarten verlangt. Die regulären Kurkonzerte bleiben dagegen kostenlos.

Für Sonderkonzerte mit Kooperationspartnern werden 15 Euro fällig, mit Gästekarte oder Schwerbehindertenausweis sind es 12 Euro. Sonderkonzerte ohne Kooperation kosten 10 beziehungsweise ermäßigt 7 Euro. Bei den Familienkonzerten liegt der Eintritt bei 7 Euro, ermäßigt bei 5 Euro.

Kinder und Schüler bis 18 Jahre dürfen sämtliche Veranstaltungen kostenlos besuchen, benötigen aber ein Freiticket. Auch Begleitpersonen von Menschen mit einem entsprechenden Vermerk B oder H im Schwerbehindertenausweis erhalten ein Freiticket.

Staatsbad-Leiter Stefan Meyhöfer begründet die neue Preisgestaltung mit dem zusätzlichen Aufwand durch freischaffende Künstler und benötigtes Equipment. Außerdem gehe es um die Sicherheit. In der Wandelhalle gebe es Platz für 160 Gäste. Bei kostenlosen Sonderkonzerten sei es schwierig gewesen, die Besucherzahl zu kontrollieren.

Während der laufenden Sonderkonzerte stehen außerdem die Toiletten in der Wandelhalle und der Brunnenausschank der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung.

Alle Sonderkonzerte finden während der regulären Spielzeit von 14.30 bis 16 Uhr statt.

Für „1001 Nacht“ am 24. Oktober läuft der Vorverkauf bereits. Eintrittskarten gibt es in der Tourist Information sowie online über das Reservix-Portal des Staatsbades.

Unterm Strich bekommt die Wandelhalle eine Spielzeit mit reichlich Märchen, Musik, Tanz und Karneval. Nur eine kleine alte Tradition bekommt dabei einen neuen Ton: Bei den Sonderkonzerten spielt künftig nicht nur das Orchester, sondern auch die Eintrittskasse mit.

Das Foto zeigt (v.l.n.r.): Christina Langhorst (Erzählkreis Märchenmuseum), Chaeyoung Song (Staatsbadorchester), Olga Stavytska (Staatsbadorchester), Mischa Segedenko (Staatsbadorchester), Stefan Meyhöfer (Geschäftsführer Eigenbetrieb Staatsbad), Denise Gruber (Staatsbadorchesterleitung), Eunji Park (Staatsbadorchester)

Foto: Staatsbad GmbH / M. Hingsen

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