Stadt in Aufruhr: Löhne vervielfacht die Werre ohne Vorwarnung!
Löhne. In Gohfeld hat man jetzt ein neues Kapitel der kreativen Ortsbeschilderung aufgeschlagen: Das Straßenschild „An der Werrenbrücke“ sorgt für Aufsehen – und für akute Kopfschmerzen bei Sprachwissenschaftlern.
Denn eigentlich gibt es dort nur eine Brücke über eine Werre. Singular. Einfach. Überschaubar. Doch Löhne wäre nicht Löhne, wenn man daraus nicht kurzerhand einen Plural zaubern würde, der selbst erfahrene Germanisten in Schockstarre versetzt.
Wie viele „Werren“ überquert man denn jetzt eigentlich?
Die Frage beschäftigt inzwischen nicht nur die Anwohner, sondern auch Experten, die sich ratlos am Kopf kratzen. Sind es zwei Werren? Drei? Ein Dutzend? Oder hat die Stadt Löhne vielleicht eine geheime Werre-Vervielfältigungsmaschine im Rathauskeller stehen?
Doppelt hält besser – besonders beim Fehler
Besonders beeindruckend: Der Schreibfehler wurde auf beiden Seiten des Schildes angebracht. Das ist keine Panne – das ist Konsequenz. Das ist Vision.
Im Rathaus dürfte man stolz sein: Endlich ein Projekt, das ohne Diskussionen durchgewunken wurde. Und wer weiß – vielleicht wollte man einfach verhindern, dass Autofahrer durch unterschiedliche Schreibweisen verwirrt werden. Einheitliche Fehlerkultur, sozusagen.
Und warum heißt es jetzt „Werrenbrücke“ statt richtig „Werrebrücke“?
Vielleicht heißt es „Werrenbrücke“, weil die Stadt dachte: „Wenn wir schon kein Geld für neue Brücken haben, dann bauen wir uns wenigstens grammatikalisch welche dazu!“
Hinweis: Wegen des Wochenendes ist leider derzeit keiner im Rathaus erreichbar, um hier für Aufklärung zu sorgen.
