Trinkwasser-Alarm in Löhne: Warum steht die Ampel trotz Investitionen immer wieder auf Rot?

Löhne. Eigentlich sollte alles sicher sein. Eigentlich. Denn die Trinkwasserversorgung gehört zu den Bereichen, bei denen Bürger erwarten, dass sie einfach funktioniert. Doch in Löhne springt die sogenannte Trinkwasserampel in den letzten Wochen mehrfach auf Rot – und das sorgt für Kopfschütteln, Sorgen und jede Menge Fragen.

Löhnes Bürger wundern sich: Wenn doch viel Geld in neue Leitungen, Technik und Notfallkapazitäten geflossen sind – warum rutscht die Ampel dann trotzdem immer wieder in die höchste Warnstufe? Obwohl der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ in den vergangenen Jahren massiv investiert hat, um die Versorgungssicherheit zu stärken, springt die Trinkwasserampel seit Wochen immer wieder auf Rot. Für viele Bürger ist das ein Widerspruch, der sich nicht länger erklären lässt.

Die Löhner-Bürger-Allianz (LBA) hat genug von den ständigen Warnmeldungen und fordert nun Antworten. Mit einer umfangreichen Ratsanfrage will die Fraktion klären, wie stabil die Wasserversorgung wirklich ist und ob die Stadt für die Zukunft gewappnet ist. Schließlich hat der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ in den vergangenen Jahren kräftig investiert, um genau solche Engpässe zu verhindern.

Im Zentrum der Anfrage stehen Fragen zur Entwicklung des Wasserverbrauchs, zu möglichen Engpässen und zu sinkenden Grundwasserständen. Die LBA betont, dass die Menschen ein berechtigtes Interesse an Transparenz und verlässlichen Informationen haben. Besonders kritisch hinterfragt die Löhner Bürger Allianz, weshalb die Ampel trotz der hohen Investitionen wiederholt auf die höchste Warnstufe wechseln musste. Auch mögliche Wasserverluste im Leitungsnetz, Notfallpläne für längere Trockenperioden sowie der Verbrauch großer Gewerbe- und Industriebetriebe sollen offengelegt werden.

Darüber hinaus verlangt die LBA eine Bewertung der Auswirkungen anhaltender Hitze auf öffentliche Grünanlagen, Sportplätze, Schulen, Kindergärten und die Landwirtschaft. Die Verwaltung soll außerdem darlegen, ob künftig Nutzungskonflikte zwischen privaten Haushalten, Landwirtschaft und Industrie drohen könnten – ein Szenario, das angesichts zunehmender Trockenperioden immer realistischer erscheint.

Mit ihrer Anfrage fordert die LBA eine umfassende Bestandsaufnahme der Wasserversorgung in Löhne. Die Antworten der Verwaltung sollen nicht nur die aktuelle Lage klären, sondern auch zeigen, ob die bisherigen Investitionen tatsächlich ausreichen, um die Trinkwasserversorgung langfristig gegen die Folgen des Klimawandels abzusichern.

 

 

 

 

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