Parklichter – die Magie kehrt zurück
Bad Oeynhausen. Wenn die Parklichter den Kurpark erleuchten, verwandelt sich Bad Oeynhausen in einen Ort, der nicht mehr ganz von dieser Welt zu sein scheint. Es ist, als würde die Stadt für drei Tage in ein anderes Licht eintauchen – ein warmes, vibrierendes, fast märchenhaftes Leuchten, das Menschen zusammenführt, Erinnerungen schafft und Herzen höher schlagen lässt. Vom 31. Juli bis 2. August wird der Kurpark zum pulsierenden Zentrum eines Sommertraums, der jedes Jahr aufs Neue die Region verzaubert.
Doch bevor die Magie beginnt, verändert sich die Stadt. Am Freitag und Samstag bleibt der Kurpark tagsüber geschlossen – ein stiller, gespannter Moment, wie das Einatmen vor einem Feuerwerk. Nur Besucher mit gültigem Ticket dürfen hinein. Die Tourist Information zieht in eine kleine Hütte am Inowroclaw‑Platz, die fast wirkt wie ein heimlicher Treffpunkt für all jene, die sich auf das Lichtermeer vorbereiten.
Am Abend öffnet sich das Tor zur Fantasie. Die Abendkasse startet am Freitag um 18 Uhr, und wer das Konzert erleben will, zahlt 70 Euro – ein Preis für ein Erlebnis, das viele als unvergesslich beschreiben. Am Samstag beginnt der Einlass um 17 Uhr, über drei Eingänge, die sich wie Portale in eine andere Welt anfühlen: Verkehrshaus/Inowroclaw‑Platz, Theater im Park und Klinik am Rosengarten. Kinder bis 14 Jahre dürfen kostenlos hinein, Studierende und Schüler zahlen weniger. Und wer noch kein Ticket hat, kann es einfach per QR‑Code kaufen – ein kleiner Scan, ein großer Schritt in die Nacht.
Die Wege zum Festival sind kurz und leicht. Der Kurpark liegt nur wenige Minuten von den Bahnhöfen entfernt, Autofahrer finden über 1.000 Parkplätze, Radfahrer ein riesiges Fahrradparkhaus. Der Kurpark ist barrierefrei – ein Ort, der niemanden ausschließt. Ein Ort, der für alle leuchtet.
Doch die Magie braucht Schutz. Beim Einlass gelten strenge Regeln: Große Taschen bleiben draußen, ebenso Flaschen, Dosen, Pyrotechnik, Waffen, Drohnen, Musikanlagen, Shishas. Erlaubt sind kleine Taschen, Kinderwagen, Rollatoren, medizinische Hilfsmittel, Babynahrung, Gehörschutz und Sonnenschutz. Wer zu viel dabei hat, kann alles kostenlos an der Abgabestelle deponieren – ein Service, der zeigt, wie sehr die Veranstalter möchten, dass jeder sich sicher und frei bewegen kann.
Jugendliche unter 16 Jahren dürfen nur mit einer sorgeberechtigten Begleitung hinein. Für Babys und Kleinkinder gilt: Das Fest ist nicht geeignet, und Gehörschutz ist Pflicht. Es ist ein Ort der Musik, der Energie, der Emotion – und der Verantwortung.
Wer das Gelände betritt, stimmt automatisch zu, dass Foto‑ und Videoaufnahmen gemacht werden dürfen. Diese Bilder erzählen später die Geschichten eines Wochenendes, das für viele zu einem Kapitel ihres Sommers wird. Für heiße Tage gibt es eine Trinkwasserstation, Sonnenschutz darf mitgebracht werden. Bezahlt wird an vielen Ständen mit EC‑ oder Kreditkarte, aber nicht überall.
Einige Programmpunkte pausieren: Die Stadtführung am Samstag entfällt, Kurkonzerte ruhen bis 3. August. EMIL – der Wolkenschieber – fährt wie gewohnt, nur ohne seine Route durch den Kurpark. Besucher des GOP Varieté‑Theaters gelangen ausschließlich über das Hotel Vienna House Easy zum Veranstaltungsort.
Und dann, wenn die Sonne sinkt und die ersten Lichter aufglimmen, beginnt das, worauf Bad Oeynhausen ein Jahr lang gewartet hat. Der Kurpark verwandelt sich in ein Meer aus Farben, Klängen und Emotionen. Menschen stehen zusammen, lachen, tanzen, staunen. Kinder halten die Luft an, Erwachsene fühlen sich plötzlich wieder jung. Die Parklichter sind nicht einfach ein Fest – sie sind ein Gefühl. Ein Moment, der bleibt. Ein Sommerwunder, das die Stadt jedes Jahr neu zum Leuchten bringt.
Foto: Copyright: Staatsbad Bad Oeynhausen / P. Hübbe
