Dracula bittet zum Tanz der Vampire!

Gänsehaut mit Gitarren: „Der Graf“ kommt mit einem völlig neuen Sound ins Theater im Park

Bad Oeynhausen. Wenn Graf Dracula seine Zähne zeigt, wird es normalerweise still und unheimlich. Doch diesmal bekommt der berühmteste Vampir der Literatur ordentlich musikalische Verstärkung: Das Nürnberger Midnight Story Orchestra bringt am Samstag, 31. Oktober, um 19.30 Uhr das Hörspielkonzert „Der Graf“ auf die Bühne des Theaters im Park.

Die berühmte Geschichte des irischen Schriftstellers Bram Stoker bekommt dabei ein ungewöhnliches Klanggewand. Statt Dracula einfach nur nachzuerzählen, verbindet das Ensemble Literatur und Live-Musik zu einem atmosphärischen Bühnenerlebnis.

Eine Reise, die unter die Haut geht

Im Mittelpunkt steht der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker. Seine Reise führt ihn ins ferne Transsylvanien, wo bereits ein gewisser Graf Dracula auf ihn wartet. Dass dieser Besuch alles andere als gewöhnlich wird, dürfte selbst Dracula-Neulingen schnell klar werden.

„Der Graf“ orientiert sich mit großem Respekt an der literarischen Vorlage und ergänzt die Erzählung um historisches Wissen. Dabei treffen Romantik und Grauen, Liebe und Gewalt sowie Macht und Ohnmacht aufeinander.

Als Erzähler führt Schauspieler Stephan Menzel-Gehrke durch die Geschichte. Fünf Instrumentalisten liefern dazu den passenden Sound.

Dracula zwischen Rock, Jazz und Folklore

Und der hat es in sich. Musikalisch treffen Rock und Jazz auf klassische Romantik und zeitgenössische Musik. Eine besondere Rolle spielen zudem Einflüsse südosteuropäischer Folklore.

Die Musik soll dabei weit mehr sein als bloße Begleitung. Sie greift die dunklen Stimmungen des Romans auf, verkörpert Traditionen und spiegelt das Bizarre der Dracula-Geschichte wider. Das Ergebnis verspricht eine Mischung aus Hörspiel, Konzert und schaurigem Kopfkino.

Das Midnight Story Orchestra wurde 2008 vom Gitarristen und Komponisten Andreas Wiersich gegründet. Mit seinen Hörspielkonzerten etablierte das Ensemble ein Bühnenformat, bei dem die Kraft des Erzählens und die Energie der Musik miteinander verschmelzen.

Wer Dracula bisher nur aus Büchern und Filmen kennt, kann den Grafen an diesem Abend also einmal mit ganz anderen Ohren erleben. Und passend zum 31. Oktober gilt: Gänsehaut ist hier wohl nicht nur dem Herbstwetter geschuldet.

Bild: Michael Eckstein


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