Hofwassermühle öffnet – Nostalgie, Duft von Kuchen und ein Hauch vergangener Jahrhunderte im Siekertal
Bad Oeynhausen bekommt am Sonntag, 13. September, ein Stück lebendige Geschichte zurück: Die Hofwassermühle am Osterbach öffnet von 14 bis 17 Uhr ihre Türen – und verspricht einen Nachmittag, der nach Tradition, frischem Kuchen und einem kleinen Abenteuer für die ganze Familie klingt.
Die ehrenamtliche Mühlengruppe, die das historische Schmuckstück des Museumshofs betreibt, lädt Besucher dazu ein, die Mühle nicht nur zu bestaunen, sondern hautnah zu erleben. Die Müller zeigen, wie Getreide geschrotet wird, erklären die alte Technik und lassen die Gäste in eine Zeit eintauchen, in der eine eigene Mühle über das wirtschaftliche Überleben eines Hofes entschied. Während die schweren Mahlsteine arbeiten, sorgt dezente Akkordeonmusik für eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Heimatfilm und Zeitreise liegt.
Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt: Kaffee, selbstgebackene Kuchen und Torten sowie kalte Getränke warten darauf, genossen zu werden. Ein Angebot, das nicht nur Technikfans, sondern auch Schleckermäuler anlockt. Kinder und Erwachsene sind gleichermaßen willkommen – und wer sich für historische Mühlentechnik interessiert, sollte diesen Termin unbedingt im Kalender markieren.
Die Geschichte der Mühle selbst ist ein kleines Abenteuer: 1772 auf dem Bartlingshof Nr. 1 in Enger-Herringhausen errichtet, wurde sie 1977 nach Bad Oeynhausen umgesetzt und Anfang der 1980er Jahre am Osterbach wieder aufgebaut. 1985 öffnete sie schließlich als Teil des Museumshofs ihre Türen – und ist seitdem ein lebendiges Denkmal ländlicher Arbeit und Autonomie.
Wer also Lust hat auf einen Sonntagnachmittag voller Charme, Geschichte und Genuss, sollte der Hofwassermühle einen Besuch abstatten. Vielleicht wird genau dieser Ausflug zu einem kleinen Highlight im Spätsommer.
Hofwassermühle im Siekertal, Foto: Hanna Dose
