Solarbank sorgt für Wirbel: Wer zahlt am Ende die Rechnung?

Erst 5.000 Euro, dann 5.600 Euro, später Korrosionsschäden: Die Solarbank auf dem Findeisenplatz beschäftigt die Politik in Löhne erneut. Die CDU-Fraktion will jetzt wissen, wie teuer die Sitzgelegenheit für die Stadt tatsächlich geworden ist und welche Kosten noch folgen könnten.

Löhne. Sie sollte Strom aus Sonnenenergie liefern und moderne Technik in die Innenstadt bringen. Doch inzwischen sorgt die Solarbank auf dem Findeisenplatz vor allem für politische Fragen. Die CDU-Fraktion hat sich deshalb mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung und Bürgermeister Poggemöller gewandt.

Dabei geht es vor allem ums Geld.

Schon 2023 wurde die Anschaffung wegen der angespannten Haushaltslage kontrovers diskutiert. Nach Angaben in der CDU-Anfrage bezifferte die Verwaltung die Kosten damals auf 5.000 Euro. Im Rat entstand daraufhin die Idee, zunächst die Stadtwerke Löhne als Sponsor zu gewinnen. Sollte sich kein Sponsor für die Anschaffungskosten finden, sollte letztlich die Stadtkasse einspringen.

Später kam offenbar die gute Nachricht: Bürgermeister Poggemöller habe mitgeteilt, dass die Stadtwerke zum Sponsoring bereit seien und die Solarbank deshalb wie beschlossen angeschafft werde.

Doch damit war die Geschichte nicht beendet.

Plötzlich waren es 5.600 Euro

Nach Darstellung der CDU-Fraktion tauchte später eine andere Summe auf. Sowohl in einem Artikel der „NW“ als auch bei den Stadtwerken sei von Anschaffungskosten in Höhe von 5.600 Euro die Rede gewesen. Zugleich habe es geheißen, die Kosten seien „nur großteils von den Stadtwerken“ übernommen worden.

Für die CDU ergibt sich daraus eine entscheidende Frage: Wenn die Stadtwerke nicht alles bezahlt haben, wie viel Geld kam dann aus der Stadtkasse?

Die Fraktion kritisiert zudem, dass diese Entwicklung gegenüber dem Rat nicht kommuniziert worden sei.

Dann kam auch noch die Korrosion

Im April 2026 folgte das nächste Problem. Nach den Angaben in der Anfrage wiesen die USB-Anschlüsse der Solarbank korrosionsbedingte Schäden auf. Die Nutzbarkeit der Bank sei dadurch eingeschränkt gewesen und Reparaturarbeiten seien notwendig geworden.

Jetzt will die CDU wissen, was die Reparatur gekostet hat. Ebenso soll die Verwaltung erklären, ob es sich um einen Garantie- oder Gewährleistungsfall handelte, wer die Kosten übernommen hat und ob die Solarbank inzwischen wieder vollständig funktioniert.

Doch damit nicht genug. Die Fraktion fragt auch, ob seitdem weitere technische Probleme aufgetreten sind.

Wer bezahlt Wartung, Reparaturen und Versicherung?

Besonders brisant könnten die langfristigen Kosten werden. Denn die CDU möchte wissen, wer künftig für mögliche Reparaturen nach Ablauf der Gewährleistung, Wartung und eine Versicherung gegen Vandalismus aufkommt.

Die zentrale Frage lautet damit: Bleibt es bei einem überschaubaren Beitrag für die Stadt oder wird aus der Solarbank langfristig ein wiederkehrender Kostenpunkt für den kommunalen Haushalt?

Auch die Lebensdauer der Technik rückt in den Fokus. Die CDU verlangt Auskunft darüber, wie lange eine solche Solarbank nach Angaben des Herstellers überhaupt halten soll. Schließlich steht die verbaute Technik ganzjährig draußen und ist Wind, Regen, Frost und anderen Witterungseinflüssen ausgesetzt.

Fest steht bislang vor allem eines: Die Solarbank sollte offenbar Sonnenenergie sammeln. Inzwischen sammelt sie vor allem Fragen. Ob am Ende auch noch dauerhaft Kosten für Wartung, Reparaturen und Versicherung eingesammelt werden, muss die Stadtverwaltung nun erklären. Vielleicht bringt sie damit wenigstens etwas Licht ins Dunkel.

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